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Milchbubenrechnung

23. Juli 2008

Zwar wird die ganze Zeit über den Frischmilchpreis debattiert und dieser ist auch schon brav um ca. 10 Cent angehoben worden, aber um den geht es eigentlich gar nicht. Es geht um den  ganzen anderen Käse und Quark, der preislich nahezu unverändert in den Kühlregalen feil geboten wird. Also werden beim Bund deutscher Milchviehhalter, BDM, die Säbel geschliffen und gerasselt und über den nächsten Gulligang des weißen Rohstoffes nachgedacht. Milchminister Seehofer ruft aus zum laktischen Gipfel am 29. Juli. So wird der Käse auf die Spitze getrieben und es geht um die Butter.

Das Ziel jedoch, dass die Milchbauern (berechtigterweise) mehr Geld für ein Kilogramm oder vielleicht demnächst einen Liter Milch erhalten, zieht natürlich auch mit sich, dass die Verbraucher mehr Münzen in die Hand nehmen müssen, um eben diese Milch zu bezahlen. Und das Gejammere möge dann auch berechtigt sein.

Dem verbraucherpreisindexbildenden Warenkorb werden allerdings dadurch nicht die Weiden locker. Schließlich werden ja die ebenfalls im Korb liegenden Computer im Gegenzug immer billiger.

Schade nur, dass man (selbst wenn man es manchmal wünschte) Computer nicht schaumig schlagen kann.

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