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Post vs. Comment

9. April 2008

Neulich las ich bei olle ix Felix Schwenzel seinen Erfahrungsbericht (oder gar outing?) “sonntags im kaffeehaus“. Da liest er am Sonntag eine Zeitung im der Post-Titel sagt es bereits. Ein Print-Produkt! Und dazu sogar noch eine Zeitung! Ich bin überrascht. Auch wenn “nur” eine Sonntagsausgabe. (Diese haben ja meistens den Job der HiGru-Info-Lieferung, statt dem Aktualitätsterror zu folgen). Und F.S. hat es offenbar genossen. Ein Sonntag mit aufgeschlagener Zeitung statt aufgeklappten Laptop. Klingt nett und nach ganz lang her.

F.S. nimmt noch einen Schlenker über das gefühlte informative Rundum-Sorglos-Paket dank des sonntäglichen Themen-Schwerpunktes in erwähnter Zeitung. Dieser Schwerpunkt erlaubt es ihm durch unterschiedliche Sichtweisen, Blickrichtungen, Betrachtungen mal ganz ohne Klicks sich an das Thema heranzutasten. Hinzu kommt die Tatsache, dass KB-Informationen am menschlichen Gehirn schneller durchflutschen. Druckerschwärze allerdings nicht nur an den Fingern kleben bleibt, sondern mit ihrer Aussage auch eher eine gemütliche Windung hinter der Schädelplatte findet. Gelegentlich sogar im Bereich des Solar Plexus. Der Themenschwerpunkt war Tibet. Abschließend hält F.S. tapfer die Fahne hoch für Print.

Überraschend, für mich als Blog-Novizin, die Anzahl der Kommentare. Ich habe noch nicht viel bis fast gar nichts in Blogs im Allgemeinen und bei F.S. aka ix im Besonderen gelesen. Stutzig vermute ich eine Blümchenwiese. Alle haben sich lieb. Jeder Kommentar ein Gänseblümchen. Ich freue mich für Dich, dass Du einen so schönen Sonntag hattest. Danke für Deine Worte, ich hatte neulich xy. Oder so ähnlich. Aber weit gefehlt. Gleich der erste ist eine richtige Pissnelke. Wobei er einen eigentlich leid tun sollte. Er schämt sich offenbar für die Rechtschreibfehler anderer! (Wow, hat der Zeit…) Und dann gehts auch gleich ein bisschen ab im Forum. “Forum”, weil die wenigsten dann noch einen Kommentar zum Thema schreiben. Worum gings gleich noch? Egal. Immer ruff!

Warum sollte es im cyberianischen Netz auch anders sein, als beispielsweise im unterirdischen Netz der öffentlichen Verkehrsbetriebe. Hier wird ebenfalls der Minnesänger angepöbelt. Anschließend prügelt sich der Pöbel untereinander und der Minnesänger ist in einem öffentlichen Café eine Zeitung lesen gegangen.

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